
Ein Abend zwischen Fürsorge, Vergänglichkeit und Erinnerung
In Zeiten wie diesen einen Verlag gründen – optimistisch oder verrückt? Stefanie Jaksch sagt: Weder noch – es ist konsequent. Mit WASSER Publishing hat die Wortarbeiterin einen Ort geschaffen, den sie„Raum für sanften Widerstand“ nennt. Denn die eigene Stimme zu finden, sie zu trainieren und zu nutzen, so Jaksch, ist in sich widerständig. WASSER hat sich ganz dem Essay verschrieben: einer Gattung, die den Versuch, das Nachdenken, die Verbindlichkeit zur Maxime macht.
Die drei Autor:innen des ersten Verlagsprogramms reden an diesem Abend mit Stefanie Jaksch über das Wagnis des Schreibens, die Notwendigkeit des Vertrauens ineinander und die Schönheit der Gemeinschaft – und lesen Ausschnitte aus ihren Büchern: Milena Michiko Flašar geht in „Sterben lernen auf Japanisch“ der Zerbrechlichkeit unseres Seins und unserem Versuch, den Tod auszusperren, nach; Clara Porák pocht in „alles fühlen“ auf das Recht auf Unversehrtheit unserer Körper und entwirft eine Vision einer Gesellschaft, die auf Fürsorge baut; und Norbert Trawöger macht sich in „Zuckerbutterbrottage. Ein Zuruf“ auf, zwischen Fußballfeld, Konzertsaal und Meeresrauschen die Zuversicht einzufangen.
Mit: Milena Michiko Flašar, Clara Porák und Norbert Trawöger
Moderation: Stefanie Jaksch